In rilievo

Ewigkeitssonntag – eine Liturgie

Du hast vorzeiten die Erde gegründet, und die Himmel sind deiner Hände Werk.
Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie werden alle veralten wie ein Gewand;
wie ein Kleid wirst du sie wechseln, und sie werden verwandelt werden. (Psalm 102, 26-27)

EINGANG mit VOTUM
Am Ende des Kirchenjahres versammeln wir uns vor Gott,
Anfang und Ende der ganzen Schöpfung.
Von ihm haben wir das irdische Leben empfangen,
wir, die wir noch unterwegs sind auf dieser Erde,
und alle derer wir heute gedenken.
Jesus Christus, Sohn Gottes und Menschensohn,
ist den irdischen Weg gegangen und hat so mit uns geteilt:
Das Kommen und Gehen, Glück und Leiden, Angst und Hoffnung.
In ihm begegnen wir dem Zeugen der Liebe Gottes.
Der Heilige Geist, der uns versprochen ist als Tröster
in der Not und den Bedrängnissen des Lebens,
sei die Stimme Gottes, die uns Mut und Trost gibt
wenn uns das Herz schwer wird
oder unser Weg zu schwierig erscheint.
Der einzige, ewige Gott führe uns in seinem Frieden
und lasse uns mit Hoffnung auf seine Zukunft warten.

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes…
Gemeinde: Amen
Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn
Gemeinde: der Himmel und Erde gemacht hat

KYRIE
Gott des Lebens,
wenn der Tod unser Leben überschattet,
wenn uns mitten im Leben plötzlich Stricke des Todes umfangen,
wenn der Verlust eines Menschen ein Loch in unser Leben reißt,
dann trüben Trauer und Tränen unseren Alltag –
dann verblassen unsere Lebensträume
und unser Lachen verstummt.
Wenn der Tod unser Leben überschattet,
wenn im ruhigen Fluß unseres Lebens plötzlich ein Sturm der Gewalt losbricht,
wenn Verzweiflung und Einsamkeit sich zornig Bahn brechen,
dann sind wir vor Entsetzen wie gelähmt –
dann erlischt unsere Lebensfreude
und unser Lied verhallt.
Gott, zu dir kommen wir
mit der Trauer, die unser Leben verdunkelt,
mit der Einsamkeit, die uns bitter macht,
mit den Sorgen und Fragen, die uns quälen
und mit der Schuld, die uns bedrückt –
vor dich bringen wir unser Seufzen, unsere Tränen, unseren Schmerz:
Reiß uns heraus aus unserer Todesnot – Herr, erbarme dich!

GLORIA
Seid gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
uns trennen können von der Liebe Gottes, die in Jesus Christus ist, unserem Herrn.
Wir können sicher sein:
Der barmherzige Gott hat sich uns in Jesus Christus zugewandt,
durch ihn ist die Macht der Sünde und des Todes überwunden.
Was war, muss uns nicht mehr belasten,
was kommt, muss uns nicht schrecken.
Die Barmherzigkeit Gottes ist Freude uns Kraft unseres Lebens.

GEBET
Ewiger Gott, unsere Zeit steht in deinen Händen.
Du hast uns Zeit zum Leben geschenkt.
Hilf uns, jedem Tag, jeder Stunde ihr Recht zu geben.
Lass uns das Schöne, aber auch das Schwere bewusst leben.
Sammle die Scherben meines Lebens,
ergänze die verlorenen Stücke,
schaffe mich neu nach deinem Bild
und sprich ein Wort,
dann wird meine Seele gesund.
Die Zeit hat ihre Grenze, aber bei dir ist die Ewigkeit.
Dir sei alle Ehre.

FÜRBITTEN Ewigkeitssonntag
Wir kommen zu dir, Gott, mit allem was wir hören und sehen:
Männer und Frauen gehen traurig ihren Weg.
Tränen werden nicht immer abgewischt.
Schmerzen lassen unsere Kräfte schwinden.
Geliebte Menschen, Verwandte und Freunde, sind gestorben.
Beziehungen sind zerbrochen.
Mancher verzweifelt an diesem Leben.
Sinnlosigkeit macht sich breit. Wir bitten dich:
R: Kyrie eleison.

Lass uns entdecken, Gott,
wie Männer und Frauen neue Wege erproben,
und nicht nur ihren Vorteil suchen,
wie sie Zeit und Brot teilen,
wie sie Frieden und Hoffnung säen,
wie sei ein Licht anzünden im Dunkel dieser Zeiten,
wie sie bereit sind, Falschheit und Feindschaft zu begegnen.
Stärke auch in uns den Mut zum Leben. Wir bitten dich:
R: Kyrie eleison.

Wir fühlen es, Gott,
du brauchst jeden und jede von uns.
Du willst mit uns deine neue Welt bauen.
Niemanden gibst du auf.
Alle sind wichtig für dich.
Vor dir brauchen wir uns nicht verstecken.
Du rufst uns für das Leben und vertraust uns diese Welt an
wie einen Garten des Lebens. Wir bitten dich:
R: Kyrie eleison.

Hilf uns, zu Menschen zu werden,
die anderen Freude bringen, wo Angst herrscht;
die anderen helfen, die Freiheit zu finden,
wo Begrenzung und Unterdrückung herrschen;
die ermutigen, wo die Verzweiflung das Leben ersticken lässt.
Dass wir Vertrauen schenken, wo Unruhe und Einsamkeit herrschen;
dass wir Frieden bringen, wo Streit herrscht;
dass wir Gemeinschaft wagen, wo Trennung herrscht.
Wir bitten dich:
R: Kyrie eleison.

Ewiger Gott des Lebens,
aus deinen Händen haben wir das Leben empfangen.
Du wartest auf uns, wenn wir diese Welt verlassen müssen.
So bringen wir nun vor dich unsere Toten,
an die wir heute denken.

Namen / Kerzen:
aus der Mitte unserer Gemeinde wurde Luciana Renzetti heimgerufen am 01.02.2020
Jede und jeder zündet eine Kerze bei sich zu Hause an für diejenigen, an die er/sie denkt…

Lass sie sehen, was sie geglaubt haben.
Lass sie dein ewiges Licht sehen.
Dass sie teilhaben an deinem ewigen Freudenmahl,
welches du uns bereitet hast durch Jesus Christus, deinen Sohn.
Wir bitten dich:
R: Kyrie eleison.

Ewiger Gott des Lebens, du vertreibst die Schatten des Todes.
Wir bitten dich um Hoffnung für die Trauernden.
Schenke ihnen einen Blick für die Zukunft.
Öffne ihre Herzen, dass dein gutes Wort sie tröste.
Wir bitten dich:
R: Kyrie eleison.

Wo du, Gott, uns befreist zum Leben
und unseren Mut zum Leben stärkst,
dort leuchten der neue Himmel und die neue Erde;
und wir werden frei sein, auch wenn wir noch gefangen sind;
wir können lachen, wenn auch mit Tränen in den Augen;
wir beginnen zu leben, auch wenn wir sterben müssen.
Wir bitten dich:
R: Kyrie eleison.

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme, dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und lass uns nicht in Versuchung geraten,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen

CELI per Moria

CELI PER MORIA

Raccolta fondi per aiutare i rifugiati sull’isola di Lesbo
Ong Refugee4Refugees
Attrezzare il nuovo campo a Lesbo per l’inverno Sostegno delle categorie più vulnerabili


Quando ti è possibile, aiuta chi ha bisogno.
Non rimandare a domani
quel che puoi oggi
per il prossimo bisognoso.
Proverbi, 3: 27,28

 CELI per Moria

Campagna raccolta fondi a favore dei profughi di Lesbo/ Refugee4Refugees al fianco dei più vulnerabili

Mentre l’Europa sta affrontando la seconda ondata – se mai fosse finita la prima – della pandemia da Covid, ai confini meridionali del continente si sta consumando sotto gli occhi di tutti una tragedia annunciata e, come spesso accade, frettolosamente finita nel dimenticatoio. Moria, il campo rifugiati più grande d’Europa, è stato distrutto dalle fiamme due settimane fa.

Tredicimila persone tra bambini, giovani, donne, uomini, anziani hanno perso anche l’ultimo lembo di un’esistenza umana, l’ultimo tetto sulla loro testa. Ieri fantasmi agli occhi di un’Europa distratta, oggi persone disperate che vagavano sull’isola, sorvegliate a vista da polizia e militari. Donne e uomini di ogni età condannati a soffrire per le gigantesche difficoltà nella distribuzione dell’acqua, del cibo, esposte alle intemperie, al sole e alla notte senza neppure una coperta per proteggersi dai venti dell’Egeo. Di più: tra loro circola anche il virus, 200 i casi finora riscontrati e messi in quarantena, ma non si sa quanti siano davvero. Anche la popolazione di Lesbo è esasperata, rabbiosa, allo stremo, sentendosi abbandonata da tutti. La messa in quarantena di una parte del campo è stata la scintilla che ha fatto esplodere questa bomba sociale e sanitaria sfuggita di mano già tanto tempo fa, nell’indifferenza generale. La Grecia è rimasta sola ad affrontare questa emergenza. Tra coloro che sull’isola tentano di tamponare l’emergenza ci sono, tra gli altri, i volontari delle ong.

Da alcuni giorni militari, polizia, collaboratori dell’UNCRH hanno iniziato a ricostruire il campo. In pochissimi giorni centinaia di tende sono state erette. Il 24 settembre, più di 10.000 persone sono già state ricollocate nel campo. E hanno bisogno di tutto. Dopo i primi giorni di caos, anche i collaboratori delle varie ong presenti sull’isola hanno di nuovo accesso al campo. Nei giorni precedenti, hanno fornito ai rifugiati sparsi sull’isola i beni di prima necessità. Una di queste organizzazioni è Refugee4Refugees, ong fondata nel 2017 da un rifugiato siriano, Omar Alshakal, approdato egli stesso nel 2014 a Lesbo. Dopo un periodo passato in Germania l’oggi ventiseienne è tornato per dare una mano ai meno fortunati e ai più vulnerabili tra i profughi. Tanti dei volontari attivi nella sua organizzazione sono migranti che vivono nel campo.

Il nuovo campo è sorto direttamente in riva al mare, le tende sono leggere e non molto adatte a resistere alle intemperie e al freddo. Refugee4Refugees, organizzazione attentissima soprattutto ai bisogni dei più vulnerabili – donne incinte, minorenni non accompagnati e giovani famiglie – si è posta come obbiettivo quello di rendere il nuovo campo “a prova d’inverno”. Si tratta soprattutto di attrezzare le tende con un pavimento in legno come protezione contro acqua, fango e freddo, rendendo nel contempo le strutture più robuste per resistere meglio al vento, alle forti piogge invernali e agli spruzzi delle onde. In più i volontari cercano di procurare del cibo supplementare, frutta e verdura, ad esempio, latticini e uova, alle donne incinte e ai più piccoli e distribuiscono a tutti coperte, giacche, stivali e quant’altro è necessario per affrontare i prossimi mesi.

Nick Powell è uno dei responsabili operativi di Refugee4Refugees. “Per noi è importante poter contribuire da subito a migliorare le condizioni di vita nel campo. Uno dei primi obiettivi in questo momento è quello di rendere da subito le tende a prova d’inverno.” Winterization, lo chiama.

La Chiesa Evangelica Luterana in Italia condivide l’appello di tante organizzazioni nel chiedere un immediato intervento dell’Unione Europea a Lesbo. Tramite un giovane membro impegnato sull’isola, la CELI ha potuto stabilire un contatto diretto con Refugee4Refugees e ha deciso di sostenere l’azione dell’ong. Il Concistoro della CELI nella sua ultima riunione ha deliberato un sostegno di emergenza di 7.000 € per Refugee4Refugees e ha deciso di lanciare una raccolta fondi.

Dopo la campagna di raccolta fondi “Insieme contro Covid-19” lanciato nel mese di marzo a favore degli Ospedali Evangelici di Genova e Napoli e dell’Ospedale Giovanni XXIII di Bergamo, impegnati in prima linea contro il Covid, la CELI ora fa appello alla generosità di tutti per alleviare le sofferenze dei rifugiati sull’isola di Lesbo, chiedendo di dare un sostegno a chi lavora per fronteggiare una situazione di assoluta emergenza.

“CELI PER MORIA”

Refugee4Refugees
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Bank Address: Piraeus Bank, Mytilene, Lesvos, Greece 811 00 Tax Identification Number (Greece registered): 997257688


La Chiesa Evangelica Luterana in Italia, CELI, raccoglie 15 comunità distribuite su tutto il territorio della penisola. Una comunità nella diaspora che conta solo qualche migliaio di membri e non dispone di grandi beni mobili ed immobili. Essere piccoli però non significa essere irrilevanti. Al contrario, la Chiesa Evangelica Luterana in Italia è molto attiva in tanti ambiti del sociale, della solidarietà e della cultura con vari progetti e programmi che vanno ben oltre il territorio delle singole comunità. Aiuto immediato a migranti e persone bisognose, temi come le pari opportunità, la salvaguardia dell’ambiente, la lotta alla discriminazione… È una chiesa che fa sentire la sua voce nella società, che non si tira indietro e interviene su tutti i temi scottanti di attualità di carattere politico, etico e religioso. Questo è possibile anche grazie alle quote dell’8xmille che numerosi contribuenti italiani destinano anno per anno alla CELI.

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